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Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen Kuba. US-Präsident Donald Trump untersagt ab sofort alle Kuba-Kreuzfahrten, die von amerikanischen Häfen starten. Betroffen sind davon unter anderem Reedereien wie MSC, Royal Caribbean, NCL und Carnival.

Kuba zählt bei Karibik-Kreuzfahrten zu den beliebtesten und wichtigsten Stationen. Kein Wunder, denn der geschichtsträchtige Inselstaat bietet neben traumhaften Stränden auch jede Menge Sightseeing, zum Beispiel in der Hauptstadt Havanna.

Keine Kuba-Kreuzfahrten von US-Häfen

Auf dieses Programm-Highlight werden die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe in der Karibik künftig verzichten müssen. Zumindest die, die von einem der großen amerikanischen Kreuzfahrthäfen (Fort Lauderdale, Miami, Port Canaveral) starten. Präsident Trump hat nämlich sämtliche Kreuzfahrten nach Kuba von amerikanischem Boden aus untersagt. Die meisten Kreuzfahrten in die Karibik starten aber genau von jenen drei Häfen.

Weitere Reisebeschränkungen für US-Bürger

Trump hat aber nicht nur Kreuzfahrten verboten. Er verhängte ein generelles Reiseverbot für US-Bürger nach Kuba. Das heißt: Keine Reisen mehr mit Privat- oder Firmenflugzeugen, keine Bildungsreisen und keine Fahrten mit Passagier- oder Segelschiffen nach Kuba. Erlaubt bleiben allerdings Familienbesuche oder Reisen aus „akademischen, journalistischen oder humanitären Gründen“.

Diese Verschärfung der eigentlich bereits seit langem bestehenden Sanktionen gegen Kuba hatte die US-Regierung im April angekündigt. Unter Präsident Barack Obama waren die Sanktionen massiv gelockert worden. Das hatte dazu geführt, dass zum Beispiel allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres rund eine Viertel Million US-Bürger nach Kuba reisten, über die Hälfte davon kam im Rahmen einer Kreuzfahrt auf die Insel.

Unsicherheit in der Kreuzfahrtbranche

In der Kreuzfahrtbranche herrscht durch dieses Verbot nun massive Unsicherheit. Unklar ist bei vielen Reedereien, ob diese Verschärfung der Sanktionen tatsächlich sofort wirksam ist oder ob es etwaige Übergangsfristen gibt. Carnival und MSC wollen daher noch abwarten. Royal Caribbean hat hingegen schon reagiert und bei in den USA startenden Kreuzfahrten Kuba von der Route gestrichen. NCL hat bislang offiziell eine Kreuzfahrt umgeroutet. Kreuzfahrten, die etwa von Guadeloupe (Costa), Jamaika, Barbados oder der Dom. Republik (TUI Cruises) starten, sind natürlich nicht betroffen. Ebensowenig wie Transatlantik-Kreuzfahrten in die Karibik.

Die USA werfen der kubanischen Regierung vor, das eigene Volk zu unterdrücken. Mit diesen neuen Sanktionen sollen den kubanischen Sicherheitsbehörden und dem Militär laut US-Außenministerium die Finanzquellen entzogen werden.